Mit unserem Beitrag zum kooperativem Planungsprozeß von Linz-Ebelsberg, wurden wir zum Hearing eingeladen.

SLOWTOWN - steht für uns als ein "Überbegriff" für eine Stadt der kurzen Wege. Eine Idee von einer "schönen" Stadt, ausgehend vom Menschen, der den öffentlichen Raum bespielt.
Slowtown Logo

Das kooperative Planungsverfahren für das Areal von Linz – Ebelsberg, bietet die Chance städtebauliche Prinzipien exemplarisch und modellhaft umzusetzen. Daher schlagen wir eine prozesshafte Annäherung an diese komplexe Aufgabenstellung vor. Keinen klassischen Rahmenplan, sondern ein strategisches Instrument mit Ansätzen, Bausteinen und Entwicklungsszenarien. Eine Leitidee die nicht fertig gezeichnet ist, sondern ein „Instrument zur Auseinandersetzung!“ liefert

Dafür braucht es ein Regelwerk das Qualitäten und Bezüge definiert und Interpretationen im Einzelfall erlaubt. Dieses Regelwerk ist Ausgangspunkt für eine strukturierte Entwicklung, es verbindet städtebauliche Themen und Fragestellungen mit übergeordneten Zielen und Qualitäten und ist Basis für eine ergebnisoffene Entwicklung.

Die städtebauliche Leitidee „SLOWTOWN“ (pop-up City) macht keinerlei Aussagen zu formal-gestalterischen Absichten, sondern legt die räumlichen Rahmenbedingungen fest. Sie definiert Flächen und Volumen, die von der Bebauung ausgenutzt werden können oder freigehalten werden müssen. Diese Flächen und Volumen folgen keinem städtebaulichen Idealbild oder einer freien Komposition, sondern folgen grundlegender städtebaulicher Parameter. Die Anwendung dieser Parameter mündet, in der letzten Entwicklungsebene, in einer „Hüllform“, die das maximal ausnutzbare Bauvolumen unter den angenommenen Bedingungen abbildet.

Eine so verstandene Entwicklungsstargeie beugt Konkurrenzen einzelner Entscheidungen vor und erzeugt eine Siedlungslandschaft mit differenzierten Nutzungsqualitäten, urbaner Vielfalt und Diversität in allen Maßstabsebenen.

So kann aufbauend auf zuvor klar definierter und fixierter Fragestellungen (Quantifizierung städtebaulicher Mindestanforderungen), wie z.B.: nach einem Mobilitätszentrum, der inneren Erschließung, der Lage des Zentrums, der Frei- und Grünräume, etc… – und deren wechsel- und gegenseitigen Einflüsse, ein schrittweiser Prozess und ein kontinuierliches Wachstum ermöglicht und gewährleistet werden.

 

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