Der Grünmarkt in Urfahr, ursprünglich als Frischemarkt mit festen Marktständen im Innenraum und ergänzenden Außenständen konzipiert, ähnlich dem Wiener Naschmarkt, sollte ein belebter Treffpunkt für regionale Lebensmittel und Gastronomie werden. Trotz der architektonisch durchdachten Gestaltung, inklusive eines großzügigen Vordachs für Marktstände im Freien, konnte sich dieses Nutzungskonzept langfristig nicht etablieren. Drei unterschiedliche Gastronomiebetriebe versuchten sich an diesem Standort, konnten sich jedoch nicht halten.
Auf der Suche nach einem neuen, zukunftsfähigen Apothekenstandort stießen die Betreiber*innen im Zuge ihrer Recherchen auf das leerstehende Gebäude am Grünmarkt. Im Jänner 2025 wurde der Mietvertrag abgeschlossen - damit begann ein spannender Transformationsprozess.
Konzepterstellung als Transformationsprozess
Zentraler Bestandteil des bestehenden Gebäudes ist eine markante Spiegeldecke, die erhalten bleiben sollte und gestalterisch wie technisch besondere Anforderungen stellte: Keine Einbauten sollten bis zur Decke reichen, um die optische Wirkung nicht zu beeinträchtigen. Dies erforderte eine durchdachte Raumgestaltung, die die vorhandene Architektur respektiert und gleichzeitig die Anforderungen an eine moderne Apotheke erfüllt.
Das Farbkonzept der neuen Resch Apotheke 2.0 wurde bewusst auf die eigenen Produktlinien abgestimmt: Hellblau und Hellbraun dominieren die Gestaltung und spiegeln die Qualität und Klarheit der apothekeninternen Marken wider.
Die Auswahl der Materialien wurde mit besonderem Augenmerk auf Funktionalität und Atmosphäre getroffen: Die Böden wurden mit einer robusten Epoxidharzbeschichtung versehen, die sowohl langlebig als auch hygienisch ist. Für eine angenehme Raumakustik und ein warmes Erscheinungsbild sorgen Lampen aus Lodenstoff. Die Sichtwahlmöbel und weitere Einrichtungselemente fügen sich harmonisch in das bestehende architektonische Umfeld ein.
Einbindung in den Wochenmarkt – Rückkehr zur Ursprungsidee
Jeden Freitag, wenn am Grünmarkt der Wochenmarkt stattfindet, öffnet sich die Apotheke nach außen. Die Resch Apotheke wird so zum integralen Bestandteil des Markttreibens – ein lebendiger Bezug zur ursprünglichen Vision des Gebäudes entsteht. Apotheke und Markt treten in einen offenen Dialog und stärken gemeinsam die Nahversorgung und Begegnungskultur im Stadtteil.