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RaumOrdnung


Flexibel gedacht und nachhaltig gebaut - eine Struktur für wandelbare Arbeitswelten

Der Entwurf basiert auf einem strengen Bebauungsplan, der klare Vorgaben hinsichtlich Baukörperstellung und Baumasse definiert. Anstatt diese Einschränkungen als Begrenzung zu verstehen, werden sie zum Ausgangspunkt einer präzisen architektonischen Setzung, die sich selbstverständlich in das städtebauliche Gefüge einfügt. Das Ergebnis ist ein kompakter, quadratischer Baukörper, dessen innere Struktur Offenheit, Flexibilität und eine hohe räumliche Qualität ermöglicht.

Die Materialwahl bildet das zentrale Leitmotiv des Projekts. Das Bürogebäude wird in Holzhybridbauweise errichtet, wobei Holz als nachwachsender Rohstoff sowohl in der Primärstruktur als auch in der sichtbaren Innenausstattung eine prägende Rolle übernimmt. Ergänzt wird diese Bauweise durch vorgefertigte Fassadenelemente, die nicht nur die Bauzeit erheblich verkürzen, sondern auch eine präzise Ausführungsqualität sichern und Montagezeiten reduzieren. Die Fassade verbindet Natürlichkeit mit technischer Effizienz:

Nachhaltigkeit wird nicht allein über die Wahl des Materials definiert, sondern als ganzheitliches Prinzip verstanden: Die Tragstruktur ist so konzipiert, dass sie über den gesamten Lebenszyklus hinweg flexible Anpassungen ermöglicht. Nur der zentrale Stiegenkern und die Nasszellen sind als feste Raumelemente verankert, während alle übrigen Flächen rund um das offene Atrium frei zoniert werden können. So entsteht ein wandelbares Raumgefüge, das unterschiedliche Organisationsformen, vom Großraumbüro bis zur kleinteiligen Bürostruktur, aufnehmen und sich mit minimalem baulichen Eingriff an zukünftige Anforderungen anpassen kann.

In der Mitte des Gebäudes liegt ein begrüntes Atrium, das als räumliches Zentrum dient. Es versorgt die umliegenden Büros mit viel Tageslicht, verbessert die natürliche Belüftung und schafft durch die Bepflanzung ein gesundes Mikroklima. Gleichzeitig wird das Atrium zum kommunikativen Knotenpunkt, der Blickbeziehungen zwischen den Geschossen ermöglicht, soziale Interaktion fördert und die Orientierung im Gebäude stärkt.

Das gesamte Konzept folgt dem Ziel, ein zukunftsweisendes Arbeitsumfeld zu schaffen, das ökologische Verantwortung mit funktionaler Effizienz verbindet. Holz als Hauptmaterial wirkt positiv auf Raumklima und Akustik, während die modulare Fassaden- und Tragstruktur eine lange Nutzungsdauer bei minimalem Ressourcenverbrauch gewährleistet.

Durch die Verbindung von natürlicher Materialität, ökonomischer Bauweise und ökologischer Verantwortung entsteht ein Gebäude, das gleichermaßen den Anforderungen heutiger Arbeitswelten gerecht wird und nachhaltig in die Zukunft weist.