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Jung und Alt - Wohnen im Stadtpark von Pregarten

1912 wurde das bestehende Schulgebäude errichtet, 2017 revitalisiert und für eine neue Nutzung als Generationenwohnhaus erweitert und umgebaut. Für diese Nachnutzung wurde 2014 ein Bauträgerwettbewerb ausgelobt, welchen die Gemeinnützige Wohn-und Siedlergemeinschaft WSG aus Linz mit dem Architektenteam DI. Hackl und Tp3 Architekten für sich entscheiden konnte.

Die Aufgabe altersgerechten Wohnraum zu schaffen, verlangt in mehrerer Hinsicht eine besondere Konzeption von Wohntypologien. Neben der Anforderung kleinteiliger, barrierefreier Wohneinheiten, sind die ausgedehnte häusliche Aufenthaltsdauer sowie die Möglichkeit einer vitalen nachbarschaftlichen und sozialen Vernetzung der Bewohner, als grundlegende Entwurfsparameter zu berücksichtigen.

Gemeinschaft im Alter

Das leerstehende Gebäude der ehemaligen polytechnischen Schule wurde saniert und um einen, parallel zur Parkstraße verlaufenden, länglichen Gebäudetrakt erweitert. Von den 28 Wohneinheiten, mit Größen von ca. 55 bis 98 m², wurden 13 Einheiten für betreubares und altersgerechtes Wohnen konzipiert. Diese bedarfsgerechte Struktur sowie die kompakte Verbindung mit dem sanierten Altbau ließen ein Projekt mit großer Nachhaltigkeit entstehen.

Mit dem Erweiterungsbau wurden die bestehenden Raumkanten des Solitärbaus fortgeführt und ein neuer Hof, in Achse des Stadtparks, geschaffen. - Somit wurde das städtebauliche Ensemble, dass in Verbindung mit dem Pfarrhof, dem Pfarrgarten und der Pfarrkirche diesen historisch geprägten Stadtpark fasst, weitergeführt. Im Kontrast zum sanierten Altbestand, kennzeichnet sich der Neubau durch eine klare Formensprache. Straßenseitig wird eine schlichte Gebäudestruktur ausformuliert die einen klaren Stadtraum entlang der Parkstraße definiert und den Rahmen für die hofseitige Intimität bildet.

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Ein klar strukturiertes Wohngebäude schafft die Kombination von Funktionalität und Behaglichkeit.

Der neue barrierefreie Hauszugang erfolgt über den parkseitigen Vorplatz und führt von dort in das zentrale Stiegenhaus, welches die verschiedenen Geschoßebenen im Alt- und Neubau verbindet. Diese, durch den Bestand vorgegebene großzügige Erschließungszone bildet auch das eigentliche „Herz“ dieses Projektes, denn durch kurze, innere Erschließungswege, wird eine vitale nachbarschaftliche Vernetzung der Bewohner untereinander ermöglicht.

Die Architektur stellt die sozialen Aspekte und die Komplexität des Zusammenlebens in den Vordergrund wobei auf eine hohe Wohn- und Lebensqualität sowie auf eine klare Strukturierung geachtet wurde. Die kompakten Wohneinheiten nutzen optimal die Wohnungsfläche und ermöglichen ein individuelles aber auch bedarfsgerechtes Wohnungsangebot, welches durch die Barrierefreiheit, Personen mit besonderen Bedürfnissen ein selbstständiges Leben und im Bedarfsfall mit genau jener Unterstützung, die der Einzelne benötigt, ermöglicht.

In Verbindung mit den vorgesetzten Balkonen und den eingeschnitten Loggien geben die bewusst gesetzten Fassadenöffnungen den Wohnungen einen hohen Alltagswert und schaffen in der äußeren Erscheinung einen zeitgemäßen Maßstab. Ein Ort an dem man Kraft schöpft, durchatmet und einander begegnet.