361 Baugruppe Tp3 Architekten 06
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Projektstudie, Wohnbau Perg

Das Architekturkollektiv G.U.T hat sich mit einer Siedlungsstruktur in Perg beschäftigt und eine Projektstudie ausgearbeitet.

Die Parzelle als städtebauliches Instrument...

... daraus enstanden ist ein Ensemble aus unterschiedlich ausformulierten Baukörpern, die einen halböffentlichen, naturnah bepflanzten Innenhof rahmen. "Dicht aneinandergereiht" bilden die einzelnen Wohneinheiten (unterschiedlich entwickelte Stadthäuser) die Form eines Blockrandes aus und bilden ein neu entwickeltes, urbanes Wohnquartiers am Stadtrand.

Die Kleinteiligkeit der einzelnen Wohneinheiten unterstützt den Gedanken von offenen, durchgesteckten Wohneinheiten. Gezielt ins Quartier gesetzte Blickbeziehungen und individuell nutzbare Freibereiche wie Loggien und Freigärten vernetzen den Innenhof mit den einzelnen Einheiten und gewährleisten hohe Identifikation und sozialen Zusammenhalt innerhalb des Wohnquartiers. - Ein Ort für Begegnung und Austausch, der das Zusammenleben innerhalb des Wohnquartiers fördert.

Jede Parzelle verfügt auch über einen einzigartigen privaten Garten, dessen Typologie sich ebenso wie die Häuser stark unterscheiden. Diese Gärten sind im eigentlichen Sinne (auch wenn privat) nur eine Erweiterung des großzügigen und durchgrünten Innenhofes, der die Mitte des Quartiers bildet.

Die untenstehende Systemskizze bezieht sich auf die erste Entwicklung dieser Bebauungsregel (städtebauliches Projekt "SLOWTOWN!"), daher hier symbolhaft mit mehreren Geschoßen dargestellt:

361 Regel 3 D 2

Ein geschütztes und zugleich offenes Wohnquartier...

... wobei die Ränder zum einen dicht, aber individuell bebaut werden und die scheinbar spielerisch gesetzten Stadthäuser in ihrer Höhenentwicklung den Blockrand formal auflösen. Begriffe wie: Hausgruppe, Offenheit und Dichte, Zwischenräume, Parzelle und raumbildende Höhenstaffelung sind dabei entwurfsbezeichnende Schlagworte, die in ihrer architektonischen Umsetzung Irritation schaffen, aber dennoch ein vertrautes Bild von dichtem Rand und offener Mitte ausformulieren. Auf diese Weise wird eine vollkommen neue Identität geschaffen, die aus dem Zusammenspiel der einfachen Grundtypologie des Reihenhauses weiterentwickelt wurde und deren Umsetzung in einer Balance aus Freiheit und Vorgabe, prozessbegleitend gesteuert wird.

Das neue Wohnquartier ist quasi ein Katalog von unterschiedlichsten Variationen von Wohntypologien, die jeweils auf einen anderen Haushaltstyp und an unterschiedliche Familienstrukturen angepasst werden kann.

"Vielfältig variable!"

Das gesamte Grundstück, das in unterschiedlich großen Parzellen unterteilt ist, wird nach einem vordefinierten Verhältnis an unterschiedlichen Wohnformen strukturiert. Diese Methode bedeutet, dass die Vielfalt unvermeidlich ist und, anders als in den meisten Wohngebieten, eine Gentrifizierung oder Isolation der Gemeinschaft vermieden wird.

Diese Flexibilität ist charakteristisch für diesen Entwurf und nicht das Ergebnis eines Diktats von oben nach unten, sondern entwickelt sich aus den Möglichkeiten der Bebauung der einzelnen Grundstücksparzellen.

Ob Studenten oder ältere Menschen, ob Individualisten oder Großfamilien, der Entwurf erfüllt die individuellen Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner, indem er ihnen nicht nur ein Haus gibt das ihren Wohnbedürfnissen perfekt entspricht, sondern ihnen mit ihrer Wohnung völlige Individualität bietet.


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