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MIKADO - ein Ort des Miteinanders

Ein Zentrum für Jung und Alt.

Miteinander kann Dorf:

Menschen brauchen Menschen, um Zugehörigkeit zu erfahren, um Austausch zu haben, um geborgen zu sein, um zu wachsen und natürlich, um eine gute Zeit zu haben. Nicht nur im familiären Umfeld, sondern auch darüber hinaus. Als Zentrum für Jung und Alt, ist Mikado ein Ort, an dem Miteinander groß geschrieben wird.

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Das Multifunktionszentrum St. Johann im Pongau - unser MIKADO -  ist aus einem gewonnenen Architekturwettbewerb hervorgegangen. Der Wettbewerbsentwurf bildete die Grundlage für einen rund zweijährigen Planungs- und Umsetzungsprozess, in dem die konzeptionellen Ideen schrittweise weiterentwickelt und an funktionale, wirtschaftliche und konstruktive Rahmenbedingungen angepasst wurden. Ziel war es, die im Wettbewerb formulierte städtebauliche Klarheit mit einer hohen räumlichen Qualität und einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Bauweise zu verbinden.

Der Entwurf reagiert auf das umfangreiche und heterogene Raumprogramm, indem dieses in zwei klar strukturierte Baukörper gegliedert wird. Diese Trennung ermöglicht eine funktionale Ordnung der sehr unterschiedlichen Nutzungen – Kindergarten, Kleinkinderbetreuung, Seniorentageszentrum, Großküche, Arztpraxis sowie Büro- und Verwaltungsflächen – und schafft gleichzeitig überschaubare Maßstäbe im städtebaulichen Kontext. Zwischen den beiden Gebäuden entsteht ein zentraler Außenraum, der als verbindendes Element fungiert und den öffentlichen Charakter des Projekts unterstreicht.

Obwohl die beiden Baukörper nach außen bewusst einfach und ruhig in Erscheinung treten, liegt die eigentliche Komplexität des Projekts in der inneren Organisation und im Detail. Die Vielzahl an Nutzungen mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen an Erschließung, Belichtung, Raumhöhen, Schallschutz und Haustechnik führte dazu, dass nur wenige Räume direkt übereinander angeordnet werden konnten. Diese Rahmenbedingungen stellten hohe Anforderungen an die Planung von Tragwerk, Konstruktion und Gebäudetechnik und erforderten eine präzise Abstimmung aller Fachdisziplinen.

Ein wesentliches Entwurfsthema war der sensible Umgang mit der Topografie. Die beiden Baukörper sowie ihre Geschoße sind zueinander und in Bezug auf das bestehende Gelände gezielt verschoben. Diese Staffelungen ermöglichen einerseits eine selbstverständliche Einbindung in die Umgebung und andererseits eine wirtschaftliche Ausbildung der zweigeschossigen Tiefgarage, die beide Gebäude gemeinsam erschließt. Gleichzeitig entstehen differenzierte Eingangssituationen und klare Adressbildungen für die einzelnen Nutzungen.

Im sogenannten Stadthaus sind über mehrere Geschoße hinweg unterschiedliche Funktionen untergebracht. Die daraus resultierenden inneren Raumsituationen machten unter anderem einen großzügigen Terrasseneinschnitt im Erdgeschoß erforderlich. Dieser Einschnitt ist sowohl funktional als auch räumlich prägend: Er verbessert die Belichtung, schafft qualitätsvolle Aufenthaltsbereiche im Freien und stärkt die Beziehung zwischen Innen- und Außenraum.

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Ein zentrales Ziel des Projekts war die Umsetzung eines wirtschaftlichen, langlebigen und ökologisch nachhaltigen Gebäudes. Die Entscheidung für eine natürliche Bauweise in Holzmassivbauweise spielt dabei eine wesentliche Rolle. Holz als nachwachsender Rohstoff prägt nicht nur die Konstruktion, sondern auch die Atmosphäre der Innenräume und leistet einen wichtigen Beitrag zum gesunden Raumklima. In Kombination mit einem durchdachten Energie- und Haustechnikkonzept konnte ein hoher energetischer Standard erreicht werden.

Das MIKADO erfüllt die Anforderungen an ein zeitgemäßes öffentliches Gebäude und wurde mit der Auszeichnung klimaaktiv Gold zertifiziert. Damit steht das Projekt exemplarisch für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, für eine nachhaltige Bauweise und für eine Architektur, die Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und räumliche Qualität in Einklang bringt.

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