307 Vs Bruckmuehl F
307 Bestand 01
307 Vs Bruckmuehl C
307 Vs Bruckmuehl D

Sanierung, Volksschule Bruckmühl

Einfallsreich, erfinderisch, universell: Auch diese Schule in Bruckmühl stammt "aus der Feder" von Architekt Karl Odorizzi. Wir dürfen sie sanieren und freuen uns auf diese spannende Herausforderung.

Die bestehende Schule ist ein Werk von Architekt Karl Odorizzi und kann aufgrund ihrer Raum- und Materialqualitäten sicherlich als Kleinod im Schulbau betrachtet werden. Über die Jahre hinweg, wurden viele Qualitäten des ursprünglichen Projektes überformt und verändert. Dies beeinflusste nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch die Raumqualitäten, - vor allem aber die Belichtung!...

... daher werden die "verborgenen" Qualitäten wieder freigeschält, gestärkt und teilweise erneuert!

307 Vs Bruckmuehl 01

Die bestehende Schule lebt von ihre Materialqualität, die wir erhalten bzw. stärken. Das Spiel zwischen Holz, Glas, Beton und Teppichböden ist harmonisch inszeniert. Die bestehenden Holz-Glas-Oberlichten werden restauriert und mit hellerem Holz aufgewertet. Die Betonflächen werden gereinigt und sandgestrahlt, die Wände färbig gestaltet.

Der Boden wird mit einem neuen Teppich in verschiedenen Farben belegt und folgt der architektonischen Konzeption von Arch. Karl Odorizzi. Bei der Stiege und der Garderobe sind keine Anpassungen notwendig, wodurch der Fliesenbelag erhalten bleiben kann.

307 Vs Bruckmuehl 03

... Odorizzi hat sich normalen Architektenzwängen so weit wie möglich entzogen und ging ohne Berührungsangst auf Herausforderungen seiner Zeit los. Dabei war er eine treibende Kraft in der Entwicklung neuer Schulformen...

Im Bereich des Schulbaus war Odorizzi weit mehr als nur ausführender Architekt. Im Zuge des gesellschaftlichen Aufbruchs der 1960er-Jahre und politisch gefördert, war er wesentlich an der Entwicklung eines Programms von sehr offen gedachten Schulen beteiligt. Anstatt abgeschlossene Räume an einem Gang aufzufädeln, gruppieren sich die Zimmer und Bereiche seiner Hallenschulen um ein zentrales Atrium, das als Herz der Schule Kommunikation und Gemeinschaft stärkt.

Karl Odorizzi ist ein Grenzgänger. In den Disziplinen und in seiner Art zu arbeiten. Steter Antrieb war die Neugierde, technische Entwicklungen in die Architektur einfließen zu lassen. An dieser Fähigkeit misst er, wie er sagt, „die Intelligenz einer Gesellschaft“.

Textauszug, nextroom, 19.März 2013, Lorenz Potocnik